Die Geschichte von Bakernes Paradis

Das Haupthaus wurde im frühen 19. Jahrhundert errichtet und war die Unterkunft einer der zahlreichen Häusler (Kleinstbauern), die an das Landgut Selvig annähernd wie Leibeigene gebunden waren. Der frühere Name dieses Ortes war demnach auch Selvig.

Der Häusler dieses kleinen Hofes hieß Hans Thoresen Løvig. Er erbte den Hof und die Stellung von seinem Vater, der seinerzeit auch schon Häusler gewesen war.

Hans heiratete Anna Thormodsdatter Ims, die aus Ims kam. Sie bekamen zusammen sieben Kinder, wobei der jüngste Sohn bei der Geburt verstarb. Anna starb im Jahre 1878 im Alter von 41 Jahren, das jüngste Kind war zu der Zeit vier Jahre alt. Ein Jahr nach Annas Tod heiratete Hans die 18 Jahre jüngere Berta Endresdatter Ådnøy. Sie kam von der Insel Ådnøy. Die beiden bekamen fünf Kinder. Hans musste demnach elf Kinder versorgen. Er verstarb im Jahre 1892 als seine jüngste Tochter Ingeborg ein Jahr alt war. Sein Sohn Hans Bartenius Løvig immigrierte gemeinsam mit seiner Mutter und seinen Geschwistern nach Amerika. Sie nahmen das Amerikaboot von Kristiansand aus, gingen am 5. Mai 1909 in New York an Land und ließen sich in Ohio nieder. Dort lebten bereits zwei der älteren Brüder, Rasmus und Reinert, die 1886 emigriert waren.

Hans zog es vor Farmer in Amerika zu werden anstatt Kleinstbauer in Norwegen zu bleiben. Dies brachte ihm einen deutlich höheren Status ein. Seine Mutter zog 1920 zurück nach Norwegen. Sie verstarb 1940 und liegt in Høle begraben. Die Familie kam sehr gut in Amerika zurecht. Ihre Nachkommen sind des Öfteren in Norwegen zu Besuch gewesen. Auch wir hatten bereits Besuch aus Amerika nachdem aus dem Hof das Bakernes Paradis wurde. Die Nachkommen wissen sehr viel über ihre Vorfahren und zeigen großes Interesse an der Entwicklung des alten Kleinstbauernhofes.

Die Geschwister bekamen Besuch von ihrer kleinen Schwester Ingeborg aus Amerika. Die Bäckerinnung Stavanger übernahm den Hof 1920. Sie kaufte den Besitz und der Hof wurde der Ferienort der Bäckerfreunde genannt.

Die Bäcker errichteten zwei weitere Häuser zwischen 1922 und 1926. Sie bauten das Haupthaus sowie den Stall um und legten einen Kai an. Die Häuser wurden in kleine Wohneinheiten unterteilt, sodass der Hof Platz für insgesamt elf Familien bot. Das Essen wurde auf Gaskochern zubereitet und in den Sommermonaten führte man hier ein einfaches und gutes Leben. Für ein paar Groschen extra legten die alten Postschiffe am Kai an. Diese Möglichkeit wurde auch von den Urlaubern genutzt, deren Ferienhäuser sich in der näheren Umgebung befanden. Die Bäcker besaßen eigene Ruderboote, mit denen sie zum Angeln hinausfuhren, Touren unternahmen oder in Høle ihre Einkäufe erledigten. Milch wurde von den Umliegenden Bauernhöfen besorgt.

Wie es für Städter damals üblich war, besaßen sie Beerensträucher und Obstbäume auf dem Lande.

Wir schwelgen noch immer in den glücklichen Kindheitserinnerungen an die Sommer, die hier verbracht wurden.

Der Krieg kam nach Stavanger. Die meisten Bäcker waren in der Bäckerei Samhold tätig, die sich im östlichen Stadtteil von Stavanger befand. Viele lebten in der näheren Umgebung des Stadtviertels Storhaug.

Am 9. April 1940 wurde Stavanger von deutschen Truppen besetzt und die Stadt war voll von Soldaten und Panzern. Zwei Tage später, am 11. April wurde ein britischer Bomber abgeschossen und streifte die Storhaug-Schule sowie die umliegenden Gebäude. Die Schule brannte nieder zusammen mit sechs Wohnhäusern in unmittelbarer Nähe. Glücklicherweise befanden sich keine Kinder in der Schule, es kamen allerdings drei Menschen ums Leben und viele wurden schwer verletzt. Die sechs Briten aus dem Flugzeug waren sofort tot. Der Krieg wurde ernst. Lautsprecherwagen fuhren durch die Stadt und die Bevölkerung wurde aufgefordert aus Sicherheitsgründen aufs Land zu ziehen.
Die Bäcker nahmen ihre Frauen und Kinder und zogen nach Lauvvik. Zu dieser Zeit lebten über 60 Menschen hier.

WIR HABEN EINEN TRAUM

Die Kronengruppe übernahm den Ferienort der Bäckerfreunde am 30. Dezember 2010. Der Hof war stark verfallen. Alle Häuser mussten komplett renoviert und das Land von Büschen und Gestrüpp befreit werden. Diese Arbeit begann im Sommer 2011. Wir nennen diesen Ort Bakernes Paradis (das Paradies der Bäcker), angelehnt an die Geschichte der Bäckerkinder, die hier ihr Sommerparadies gefunden haben.

Unser Traum ist es, diese Geschichte zu wiederholen, indem wir unser Tun und unsere Konzepte nach diesem Ziel ausrichten. Dazu gehört auch, dass wir die Häuser so gut wie möglich im Stil der Zeit, in der sie gebaut wurden, wiederinstandsetzen.

Wir möchten Ihnen norwegische Tradition und Kultur, Tourismus und einzigartige Erlebnisse anbieten und das sowohl für Betriebe als auch für Touristen und Privatpersonen.

Wir erwarten Sie mit großer Freude!

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